Aktuell
17. Februar 2020 bis 23. April 2020
Ausstellung Philipp Etter (1891–1977). Der ewige Bundesrat

Donnerstag, 5. März 2020, 19 Uhr, Bibliothek Zug
Buchvernissage Bundesrat Philipp Etter (1891–1977)

Vereinsanlässe

Seit 1852 ist es Ziel des Vereins, das historische Interesse wach zu halten und neuen Forschungstendenzen in der Geschichte Raum zu geben. Schwerpunkte der aktuellen Tätigkeit sind Fachreferate zu verschiedensten Themen im weiten Umfeld der regionalen Geschichte sowie eine jährliche Exkursion zu historischen Orten im Kanton Zug, in der übrigen Schweiz oder im nahen Ausland.

Die Vereinsaktivitäten im Jahr 2019 begannen am 4. April mit der ordentlichen Vereinsversammlung und einem Referat von M. A. Judith Kälin über administrative Freiheitsentzüge im Kanton Zug und endeten am 28. September 2019 mit einer Führung durch die Ausstellung «Ernstfall! Die Schweiz im Kalten Krieg.» im Museum Burg Zug.

Über die Vereinsanlässe im nächsten Jahr werden wir Sie Anfang 2020 informieren.

 
Donnerstag, 5. März 2020, 19 Uhr, Bibliothek Zug: Buchvernissage Bundesrat Philipp Etter (1891–1977)
Ein Vierteljahrhundert lang begleitete der Katholisch-Konservative Philipp Etter (1891–1977), der erste Bundesrat aus dem Kanton Zug, die Schweizer Politik. Von seiner Wahl 1934 bis zu seinem Rücktritt 1959 leitete er das Eidgenössische Innendepartement. Etter erlebte die wirtschaftliche Krise der 1930er-Jahre und den Zweiten Weltkrieg und zeichnete verantwortlich für die «geistige Landesverteidigung. Nach 1945 durchlief Etter die Jahre des Aufschwungs wie auch den inneren Wandel des katholischen Milieus. Zuletzt wirkte er 1959 bei der Einführung der «Zauberformel» mit. «Etternell» wurde er am Ende seiner Karriere genannt – der «Ewige».
Etter wurde als eine streitbare Figur der Schweizer Zeitgeschichte in den letzten Jahrzehnten kritisch hinterfragt. Die autoritären und antisemitischen Tendenzen in der Schweizer Politik der 1930er- und 40er-Jahre sowie die zwiespältige Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurden mit Etters Person identifiziert und sorgten für Kontroversen damals wie heute.
Seit 2014 ist Philipp Etters privater Nachlass im Staatsarchiv Zug mit zahlreichen Briefen, persönlichen Aufzeichnungen, Reden und Publikationen frei zugänglich. In seiner grossen Etter-Biografie zeichnet der Historiker Thomas Zaugg auf dieser Grundlage ein neues, differenziertes Bild dieser Persönlichkeit.
Letztes Update: 23.01.2020